Scalable Skeletal Escalator

24.09.2020-08.11.2020
Scalable Skeletal Escalator
Deutsch
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Förderer

Während der letzten Woche der Ausstellung (3.–8. November) werden jeden Tag mindestens vier Tänzer*innen von 14–18 Uhr, am Donnerstag 16–20 Uhr, präsent sein.

Die Tänzerinnen und Tänzer sind bis und mit dem 1. November jeden Tag 12–18 Uhr in der Ausstellung präsent. Der Eintritt gilt für zwei Besuche; wir empfehlen einen zweiten Besuch, um die Ausstellungsentwicklung zu erleben.

 

Pressestimme Neuer Zürcher Zeitung, 24.9.2020: "Kunst: Tänzer, Gesten und Stimmungen. Eine Ausstellung ist eine Ausstellung ist eine Ausstellung. Und eine Ausstellung besteht aus zwei Elementen: Da gibt’s zum einen die Objekte. Und es gibt, anderseits, uns. Wir bewegen uns zwischen den Objekten und schauen sie an. Vielleicht freuen wir uns über das, was wir sehen. Vielleicht auch nicht. Womöglich wissen wir sogar, warum. Vor allem aber: Wir und die Objekte sind zwei Welten, die voneinander getrennt sind. Aber es könnte ja auch alles ganz anders sein. In der Kunsthalle ist zurzeit alles ganz anders: «Scalable Skeletal Escalator» heisst das Projekt der in der Dominikanischen Republik geborenen Künstlerin Isabel Lewis, das seit gestern zu sehen ist. Was das heisst? Spielt keine Rolle. Gehen Sie hin. Und vergessen Sie alles, was Sie zu wissen glaubten über das, was man eine Ausstellung nennt."

Scalable Skeletal Escalator, konzipiert von Isabel Lewis, ist eine experimentelle künstlerische Arbeit in Form eines Holobionts, einer vielfachen organischen Assemblage, wie sie auch der menschliche Körper darstellt, schüttelnd und fröstelnd ins Leben gerufen. Diese Art des Ausstellungsmachens ist von der Evolutionsbiologin Lynn Margulis inspiriert, die kooperative und symbiotische Beziehungen zwischen den Spezies als treibende Kraft der Evolution benennt. Diese Themenkreise fliessen über in Formen, die wiederum mögliche menschliche Zukunftsformen reflektieren.

Isabel Lewis hinterfragt in ihren Projekten die körperlosen Denksysteme des Westens und insbesondere ihre Negation von körperlicher «Lebendigkeit» aufgerieben zwischen Idealismus und Materialismus. Scalable Skeletal Escalator setzt diese Praxis fort, indem sie Kollaborateure und Besucher*innen zu einer partizipativen, epistemologischen Suche einlädt, um den Körper zu entdecken. Alle uns zur Verfügung stehenden Sinne werden aktiviert – denn es geht darum, das Leben tiefer zu begreifen, anstatt sich davon zu entfremden

Scalable Skeletal Escalator wird möglich gemacht durch die Zusammenarbeit von Dirk Bell / Mo Stern, Lara Dâmaso, The Field (Mirjam Jamuna Zweifel, Pierre Piton, Lucia Gugerli und Declan Whitaker, in Zusammenarbeit mit Tanzhaus Zürich), LABOUR (Colin Hacklander und Farahnaz Hatam), Matthew Lutz-Kinoy, Rafał Pierzyński, Mathias Ringgenberg, Sissel Tolaas, Juliette Uzor, Marcelo Alcaide und Yolanda Zobel. Es ist eine performative künstlerische Arbeit, die sich über vier Stockwerke im Löwenbräukunst-Areal ausbreitet, in dem sich die Kunsthalle Zürich befindet. Das Projekt wird möglich gemacht durch die Unterstützung vom Tanzhaus Zürich. Danke an: Callie’s, Schauspielhaus Zürich.

Isabel Lewis (*1981, Santo Domingo, Dominikanische Republik) ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Karriere im Kontext des zeitgenössischen Tanzes begann. Zuvor lebte sie mehrere Jahre in New York, wo sie bei verschiedenen Institutionen Tanzstücke aufführte, unter anderem in The Kitchen, dem Dance Theatre Workshop, dem New Museum Movement Research at Judson Church, dem Dancespace Project at St. Mark’s Church, bei PS 122 und der Dia Foundation. In den letzten Jahren hat sie die Grenzen eindeutiger Präsentationsmodi zunehmend aufgebrochen. So sind Mischformen aus Lecture Performance, Tanzstück, Musik, Essen, Geruch und mehr entstanden. Diese Arbeiten konnten an Festivals und in diversen Institutionen wie dem Centre d'Art Contemporain Genève, der Liverpool Biennale, dem Institute of Contemporary Arts London (ICA), der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo Turin, Tanz im August, Berlin, der Göteborg International Biennial for Contemporary Art, dem Palais de Tokyo, der Tate Modern London, dem Ming Contemporary Art Museum Shanghai, dem Gropius Bau, Berlin, der Schirn Kunsthalle, Frankfurt und der Philadelphia Art Alliance erlebt werden. Die Praxis von Lewis basiert auf langjärige Kooperationen mit der Geruchsforscherin und Künstlerin Sissel Tolaas, der in Berlin ansässigen musikalischen Entität LABOUR, dem Maler und Keramiker Matthew Lutz-Kinoy, dem bildenden Künstler Dirk Bell, der Theoretikerin und Klassikerforscherin Brooke Holmes und Juan Chacón vom Architekturkollektiv Zuloark.

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